Standort & Boden

Da die handelsüblichen Kiwibeeren ursprünglich von den Wildarten aus den kalten Wäldern Asiens abstammen, kommen Sie mit unseren mitteleuropäischen Wintern sehr gut klar. Die meisten Sorten sind dabei bis zu -30 Grad Celsius winterhart! Selten können Spätfröste, wie sie in unseren Gegenden auch bei anderen Obstarten vorkommen, dazu führen, dass die frühen Austriebe zurückfrieren. Die Pflanze wird dadurch jedoch nur in den seltensten Fällen dauerhaft geschädigt.

Kiwis und Kiwibeeren sind Begleitpflanzen im Wald. Das heißt sie freuen sich über humose Erde und sind Flachwurzler. Feuchte und schattige Wurzeln gefallen Ihnen daher sehr. Sollte der Gartenboden dies nicht hergeben, benötigen Sie ein reichlich großes Pflanzloch (mind. 40 cm x 40 cm x 30 cm). Ideal ist, die Baumscheibe nach Pflanzung mit Mulch oder Rasenschnitt abzudecken. Das beschattet gut und hält dadurch auch die Feuchtigkeit besser im Boden.

Der Boden sollte tendenziell eher sauer als basisch sein ( pH-Wert-idealerweise bis 7), aber auch auf kalkhaltigen Böden werden auf Plantagen gute Erträge erzielt. Solange das Pflanzloch gut humos ist und die Kiwis gemulcht und bestenfalls mit biologischem Dünger wie Pferdemist, Hornspänen oder Bio-Flüssigdünger gedüngt werden, tolerieren die Kiwis auch nicht so idealen Boden.

Windschäden sind bei den Kiwibeeren kaum zu befürchten. Die Blätter sind deutlich kleiner als bei den großblättrigen Arten (der Kiwi und der Gold-Kiwi) und bieten dadurch nur wenig Angriffsfläche für den Wind.

Staunässe gefällt den Kiwis nicht, hier bietet sich vor der Pflanzung einen Tiefenlockerung an.

Kübelkultur

kiwibeeren kuebel

Die Kultur von Kiwibeeren im Kübel auf Balkon oder Terrasse gewinnt immer mehr an Bedeutung. Besonders in urbanen Gärten freuen sich die Kiwibeeren-Freunde über eine tolle Optik, schönen Sichtschutz und aromatische, supergesunde Früchten.

Bei der Kübelkultur sollte darauf geachtet werden, dass die Kübel reichlich groß gewählt werden und möglichst etwas gegen direkte Sonneneinstrahlung geschützt werden. Dies kann durch biologische Materialien oder davor positionierte Pflanzen erfolgen.