Standort und Boden

Kiwibeeren sind pflegeleichte, robuste Gehölze. Beim Anbau solltest du dennoch einige Aspekte beachten. Um einen maximalen Erfolg beim Anbau zu erzielen, solltest du einige Aspekte zum Standort und zur Bodenbeschaffenheit beachten. Da uns oft die Frage erreicht, ob man Kiwibeeren auch als Topfpflanze erziehen kann, haben wir diesem Thema einen eigenen Abschnitt gewidmet.

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Standort

Wir empfehlen, die Kiwibeeren an einem halbschattigen bis sonnigen Standort zu pflanzen. Solange die weiblichen und männlichen Pflanzen annähernd die gleiche Sonneneinstrahlung erhalten, kommen Kiwibeeren mit Ost-, West-, Süd-, und sogar hellen Nordlagen zurecht.

Kiwibeeren (Act. arguta) sind bis mindestens -25 °C winterhart, sibirische Kiwibeeren (Act. kolomikta) sogar bis -30 °C. Tropische Kiwis (Act. deliciosa) vertragen nur Temperaturen bis – 12°C und sind daher nur etwas für klimatisch besonders milde Standorte.

Unterstützungsvorrichtung

Da Kiwis und Kiwibeeren Lianenpflanzen sind, benötigen ihre Triebe eine Rankhilfe. Die Pflanzen können, ähnlich dem Weinbau, an einem Spalier erzogen werden (Abb. 1). Der Kreativität sind jedoch keine Grenzen gesetzt. Auch Rosenbögen, Pergolen, Gartenzäune oder gespannte Drähte bieten sich an (Abb. 2).

Da Kiwibeeren ursprünglich Begleitpflanzen im Wald sind, kann man sie auch wild (z.B. in einem Baum) wachsen lassen. Diese Methode wird gern für die männlichen Bestäuber genutzt, welche keine Früchte tragen. In der Erntezeit müssen diese daher nicht besonders gut zugänglich sein.

Abb. 1 Spaliere auf einer Kiwibeeren-Plantage
Abb. 2 Rankgerüst im Garten

Boden

Kiwibeeren bevorzugen einen leicht säuerlich-humosen Boden, welcher eine gute Wasserhaltekraft besitzt. Der pH-Wert sollte im leicht sauren Bereich (ca. pH 5,5 bis 7) liegen. Kiwis und Kiwibeeren sind Kalk meidend. Sie sind Flachwurzler und haben einen mittleren bis hohen Wasserbedarf. Damit die Bodenfeuchte erhalten bleibt und das Wurzelwerk immer leicht feucht und schattig gehalten wird, empfehlen wir, die Pflanzstelle mit Rindenmulch, Grasschnitt oder Holzhackschnitzel abzudecken (Abb. 4).

Falls der Boden an deinem Standort nicht besonders geeignet zu sein scheint, ist das kein Problem: Für die Pflanzung kannst du ein Pflanzloch (ca. 50 x 50 x 50 cm) ausheben und mit leicht säuerlicher Pflanzerde (z.B. Rhododendronerde) füllen (Abb. 3). Die Erde kann unabhängig davon auch mithilfe von Kompost oder Erde aus dem Wald verbessert werden.

Abb. 3 Vorbereitung der Pflanzstelle
Abb. 4 Mulchen der Pflanzstelle

Kübelkultur für Balkone und Terrassen

Natürlich ist es auch möglich Kiwis und Kiwibeeren als Kübelpflanzen zu erziehen (Abb. 5 und 6). Hierfür empfehlen wir Gefäße mit einem Volumen von mindestens 20 – 30 Liter. Du solltest nur eine Pflanze pro Kübel pflanzen, um Wurzelkonkurrenz zu vermeiden

Je nach Alter der Pflanze sollte die Größe des Pflanzkübels erweitert werden. Gefäße ab 40 – 50 Liter schützen die Kiwibeeren zusätzlich vor Frost. Kleine Gefäße kannst du bei hohen Minusgraden mit Vlies oder Jute ummanteln, um das Wurzelwerk vor Frost zu schützen.

Abb. 5 Kiwibeeren-Paar als Kübelpflanzen
Abb. 6 Kiwibeeren-Paar als Kübelpflanzen