Pflanzung & Schnitt

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Kiwibeeren wachsen sehr gut in Ost- und Westlagen, aber auch mit Nord- oder Südlagen kommen sie zurecht.

Der Boden sollte bis in 40 cm Tiefe gelockert worden sein und wird mit humoser Erde befüllt. Wir empfehlen, die Größe des Pflanzloch von 40 cm x 40 cm x 30 cm nicht zu unterschreiten. Als Langzeitdünger bieten sich Hornspäne an.

Der Wurzelballen sollte etwas tiefer als die Umgebung gesetzt werden, damit eine Gießmulde entsteht. Nach der Pflanzung sollte die Kiwibeere gut eingewässert und das Pflanzloch wenn möglich mit humosem Material abgedeckt werden.

Der Pflanzabstand auf Plantagen beträgt nicht unter 2 – 2,5 m. Diesen Abstand empfehlen wir auch für Hausgärtner. Sollte das Einhalten des Abstandes aufgrund der örtlichen Gegebenheiten einmal nicht möglich sein, so kann der Abstand auch unterschritten werden, solange die Ranken in der Zukunft schmal nach oben oder seitlich voneinander weg geleitet werden können. Eine Wurzelkonkurrenz der Pflanzen untereinander sollte vermieden werden.

So könnte ein idealer Pflanzplatz aussehen: An der Stirnseite wäre noch Platz für eine dritte weibliche Sorte. Das Männchen kann – je nach örtlichem Insektenflug – bis 20 bis 25 Meter entfernt eine andere Stelle des Gartens begrünen.

Die Erziehung am Spalier ist ideal, es bieten sich jedoch auch Pergolen, Spanndrähte, Rosenbögen, Pfähle oder Zäune an.

Ein bis zwei Triebe reichen für die ideale Stammbildung aus. Erziehen Sie die Triebe möglichst gerade und fixieren Sie sie mit. Leiten sie die Seitentriebe in den gewünschten Höhen ab bzw. fördern Sie die Seitenverzweigung durch einkürzen eines Triebes.

Der Fruchtholzschnitt beginnt dann erst, wenn alle Leitäste das Gerüst berankt haben.

Fruchtholzschnitt

Der Zapfenschnitt (bekannt aus dem Weinbau) eignet sich ebenso für die Kiwibeeren. Die einjährigen Triebe werden auf drei bis fünf Blattachseln zurückgeschnitten. Der Schnitt sollte nach dem Laubfall erfolgen.

An diese Achseltrieben bilden sich nach Eintritt der Geschlechtsreife ( 2. – 4. Standjahr – je nach Sorte) die Fruchtäste. Auch einjährige Triebe können fruchten.

Mehrjähriges und verzweigtes Fruchtholz sollte auf junges Fruchtholz eingekürzt werden.

Im Sommer bietet es sich an, die noch weichen Langtriebe bereits grob einzukürzen.

Wild windende Triebe sollten ebenfalls entfernt werden.

Sollten Sie Ihre Kiwi mehr zum Zwecke des Sichtschutzes nutzen und nicht den höchsten Ertrag priorisieren, reicht auch ein Rückschnitt mit der Heckenschere.