Häufig gestellte Fragen

 

Brauche ich immer eine männliche und eine weibliche Pflanze, wenn ich Früchte ernten möchte?

Ja und nein. Bestimmte Sorten der Actinidien sind „bedingt“ selbstfruchtbar. Das bedeutet, dass an der weiblichen Pflanze Früchte entstehen. Diese sind im Regelfall sehr klein und ungenießbar. Die volle Größe entwickeln die Früchte erst, wenn eine männliche Befruchtersorte in der Nähe steht.

 

 

 

Sind die Mini-Kiwis winterhart?

Die Mini-Kiwis (Act. arguta) kommen in den Wäldern Nordasiens vor und sind extrem winterhart. Temperaturen bis -25 Grad Celsius machen der Pflanze im Winter nichts aus. Hier liegt übrigens auch der Grund für die fehlende Freude an der Kultur der behaarten Supermarkt-Kiwi: Bei diesen Arten (Actinidia deliciosa und chinensis) erfriert bei starken Frösten die Blütenanlage im Holz. Die Pflanze stirbt zwar nicht ab, trägt jedoch im Folgejahr keine Früchte.

 

 

Sind die Kiwi-Pflanzen für den biologischen und ökologischen Anbau geeignet?

Auf jeden Fall! Bei der Kultur der Pflanzen sind weder Herbizide noch Fungizide vonnöten, da bis jetzt keine Krankheiten und Schädlinge bekannt sind. Idealer Dünger ist Tiermist oder andere organische, natürliche Materialien.

 

 

Wie viele weibliche Pflanzen kann eine männliche Pflanze befruchten?

Die Experten sprechen von fünf bis acht. Wenn die Menge der Erträge eine wichtige Rolle spielt (Obstbau) dann raten wir zu fünf, im Hausgarten muss das Verhältnis nicht unbedingt eingehalten werden.

 

 

Wie groß werden die Früchte?

Die Früchte der Actinidia arguta werden ca. stachelbeergroß, wobei das natürlich abhängig von der jeweiligen Sorte ist. Da die Schale der Kiwi jedoch sehr dünn und unbehaart ist, kann die Frucht sehr gut mit Schale gegessen werden.

 

 

Wie schmeckt die Mini-Kiwi im Vergleich zu jener aus dem Supermarkt?

Die kleinen Schwestern der handelsüblichen Kiwi (Actinidia deliciosa bzw. Act. chinensis) schmecken wesentlich aromatischer und süßer. Dafür gibt es zwei Gründe: einerseits die Geschmackskonzentration durch die geringeren Größe und andererseits die Tatsache, dass die Kiwis in Ihrem Garten frisch & reif geerntet und nicht unreif über die ganze Welt transportiert werden.

 

 

 

Ab wann tragen meine Kiwipflanzen das erste Mal Früchte?

Das ist sortenabhängig. Die Sorte „Julia“ zum Beispiel kann in Ihrem Garten schon ab dem Jahr nach der Pflanzung Früchte tragen. Die überwiegende Anzahl der Actinidia-Arguta-Sorten trägt im 2. bis 4. Standjahr das erste Mal Früchte. Die Kiwi kann sehr alt werden – geben Sie Ihr also bitte die Zeit, „geschlechtsreif“ zu werden.

 

 

Brauchen die Kiwpflanzen einen vollsonnigen Standort?

Nein! Die Sorten der Actinidia arguta sind in Wäldern beheimatet und brauchen deshalb keine volle Sonne, Licht ist jedoch notwendig. Ein heller Standort im Osten oder Westen ist deshalb ideal, Südlagen auch. Es ist zudem beobachtet worden, dass die Früchte zuerst im Schatten ausreifen.

 

 

 

Wann können die Kiwis gepflanzt werden?

Pflanzsaison ist je nach Wetterlage von März bis Oktober.

 

 

Brauchen meine Kiwipflanzen ein Rankgerüst?

Eine Rankhilfe ist für die Kiwis unabdingbar. So können z. B. Spanndrähte, Latten, Bretter, Äste diesen Zweck erfüllen. Ideal ist die Erziehung ähnlich einer Weinrebe. Spanndrähte und -schlösser finden Sie unter "Zubehör".

 

 

Welchen Boden brauchen meine Kiwis?

Als Waldpflanze bevorzugen die Kiwis humosen Boden. Sollten die Bodenverhältnisse in Ihrem Garten nicht ideal sein, dann befüllen Sie das großzügige Pflanzloch (ca. 50 cm x 50 cm und reichlich spatentief) mit Rhododendronerde oder ähnlich humosem Substrat.

 

 

Wie dünge ich die Kiwis am besten?

 

Wir empfehlen eine natürlich-biologische Düngung. Kompost mögen die Kiwis sehr, mit Hornspänen erreichen Sie eine langanhaltende Stickstoffanreicherung, welche Ihnen die Kiwis mit Wachstum, Blüte und vielen Früchten danken werden.